In den letzten Jahren gab es im ´Bereich Marketing viele Forschungsstudien. Als erfolgreich hat sich die Methode des neuronalen Marketing erwiesen. Auf diese Methode setzen daher die meisten großen Unternehmen. Diese wollen ihre Produkte von gleichen, auf dem Markt befindlichen Produkten, deutlich unterscheiden. Verknüpft man ein Produkt mit Emotionen – so haben die Studien ergeben – dann werden bestimmte Bereiche im Gehirn der Verbraucher stimuliert. Damit der Verbraucher sich auch nach langer Zeit noch an das Produkt gut erinnert, verknüpft man diese Emotionen mit einer Geschichte. Geschichten prägen sich im Gehirn ein und so bleibt die Erinnerung an das Produkt lange erhalten.

Obwohl die Neurophysiologie eher ein Fachgebiet der medizinischen Abteilung ist, bedienen sich immer mehr Marketingkonzepte dieser Thematik. Hierbei werden physiologisch sowie neurophysiologisch Erkenntnisse für das Marketing gesammelt und genutzt unter Zuhilfenahme neurowissenschaftlicher Technologie wie zum Beispiel die funktionelle Magnetresonanztomografie.

Bereits in der Fahrschule wurde gelehrt, dass unsere Emotionen zu 80% unser Fahrverhalten bestimmen. Genauso ähnlich soll dieses Prinzip beim Verkauf bei Produkten greifen. Das Neuromarketing macht sich also zur Aufgabe, herauszufinden, welche Einflusse oder Umstände den potentiellen Kunden steuern und er sich somit für oder gegen einen bestimmten Artikel entscheidet. So werden die Areale im Gehirn durchforstet, um die entsprechenden Bereiche zu finden, die durch gewisse Eindrücke positiv stimuliert werden. Dabei werden doch Millionen von Euro in Marktforschung gesteckt, Konzepte noch und nöcher erstellt und die verschiedensten Methoden angewandt, um zu wissen, was der Konsument will. Anscheinend mit weniger Erfolg als bisher angenommen, ansonsten würde wohl diese neue und aufwendige Art der Marktforschung nicht einen solchen Hype genießen. Die Quote für das Scheitern neuer Produkte ist hoch und liegt in etwa bei 80%, obwohl vor der Erscheinung der Produkte intensive Marktforschung betrieben worden war. Die letzten Zahlen schreiben einen Rückruf von über 20.000 Artikeln jährlich. Im schlimmsten Fall führt jener Umstand zu einer Stagnation des Wirtsachaftspotentials.

Aber die Marktforschung kann auch ins komplette Gegenteil ausschlagen. Fällt ein neuer Artikel in den Marktforschungen durch, so wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals im Laden stehen und den Kunden zum Kauf angeboten werden, völlig unwissend darüber, ob es nur zum Flop oder vielleicht sogar zum Kassenschlager gereicht hätte. Das berühmteste Beispiel für diese Situation ist Red Bull. Vor der Einführung in den offenen Handel schnitt die Kraftlimonade sehr, sehr schlecht ab und hätte laut Prognose ein Ladenhüter werden müssen. Trotz der Vorgeschichte zählt es mittlerweile zu den beliebtsten Energy-Drinks. Ein ganz klares Indiz dafür, dass an der Durchführung der Marktforschung wohl doch etwas geändert werden muss.

Die normale Marktforschung ist bereits an ihre Grenzen gestoßen. Befragte haben bereits gelernt, was die Marketingleitung hören möchte, und so können keine positiven Ergebnisse erzielt werden. Zumal die Wahl unserer Entscheidung sehr oft von unsichtbaren Signalen gelenkt wurde. In den Zeiten eines oligopolen Marktes, der mehr als nur gesättigt ist, wird es immer wichtiger, herauszufinden, welche Impulse unser Kaufverhalten bestimmen und lenken. Es wird zum Beispiel auch Musik eingesetzt, um die Kunden zu steuern. Studien haben gezeigt, dass das Herkunftsland der im Hintergrund laufenden Musik das Kaufverhalten verändert. So wird bei großer Auswahl eines Produktes die Variante mehr bevorteilt, die mit dem Herkunftsland übereinstimmt.

Ein weiterer Knackpunkt ist, wie gerade diese eine spezielle Werbung sich im Verlaufe Tages, wo der Käufer bis zu 3000 Werbeangebote wahrnimmt, durchsetzt. Es muss also eine aktive Kommunikation mit dem Kunden durch visuelle Reize erfolgen.

NM kann durchaus ein Teil der Onlinemarketing Strategie sein – ist aber in der Regel nur für Firmen interessant die auch ein entsprechendes Budget zur Verfügung haben.

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